Ein Briefing für eine Videoproduktion ist ein kurzes Dokument, in dem Sie der Agentur sagen, was das Video erreichen soll, für wen es ist, welche Botschaft es transportiert, wo es laufen wird, was es kosten darf und bis wann es fertig sein muss. Ein bis zwei Seiten reichen. Je klarer das Briefing, desto genauer das Angebot und desto weniger Korrekturschleifen gibt es später.
Unten finden Sie eine Vorlage mit 12 Punkten, ein ausgefülltes Beispiel und die häufigsten Fehler.
Warum ist das Briefing so wichtig?
Fast alle Probleme in Videoprojekten – zu teuer, zu spät, „so hatten wir uns das nicht vorgestellt“ – lassen sich auf ein unklares Briefing zurückführen. Ein gutes Briefing:
- macht Angebote verschiedener Agenturen vergleichbar,
- verhindert, dass am falschen Ziel gearbeitet wird,
- legt fest, wer entscheidet und bis wann,
- ist die Grundlage für Konzept, Skript und Drehplan.
Die Briefing-Vorlage: 12 Punkte
| # | Punkt | Leitfrage | Beispiel |
|---|---|---|---|
| 1 | Unternehmen | Wer sind Sie, was bieten Sie an? | Tischlerei in Berlin-Neukölln, 12 Mitarbeitende |
| 2 | Ziel | Was soll das Video bewirken? | Bewerbungen für zwei Ausbildungsplätze |
| 3 | Zielgruppe | Wen wollen Sie erreichen? | Schulabgänger 16–20 aus Berlin und Umland |
| 4 | Kernbotschaft | Was soll hängen bleiben? (ein Satz) | „Bei uns baust du vom ersten Tag an echte Möbel.“ |
| 5 | Kanäle & Formate | Wo läuft das Video? | Instagram-Reels und TikTok (9:16), Karriereseite (16:9) |
| 6 | Länge & Anzahl | Wie viele Videos, wie lang? | 1 Film à 90 Sek. + 4 Kurzvideos à 20–30 Sek. |
| 7 | Tonalität | Wie soll es wirken? | locker, ehrlich, nicht werblich |
| 8 | Inhalte & Drehorte | Wer und was ist zu sehen? | Werkstatt, zwei Azubis, Meister |
| 9 | Beispiele | Welche Videos gefallen Ihnen, welche nicht? | 2 Links mit kurzer Begründung |
| 10 | Budget | Welcher Rahmen ist vorgesehen? | Spanne angeben |
| 11 | Termine | Deadline, mögliche Drehtage | online bis 15. März, Dreh nur Mo–Mi |
| 12 | Ansprechpartner & Freigabe | Wer gibt frei? | Geschäftsführerin, Freigabe innerhalb von 3 Tagen |
Zusätzlich hilfreich: vorhandenes Material (Logo, Schriften, Musik, frühere Videos), Sprachen und Untertitel sowie Pflichtangaben wie Impressum oder Förderhinweise.
Briefing, Konzept, Skript, Storyboard: Was ist der Unterschied?
| Dokument | Wer erstellt es? | Inhalt |
|---|---|---|
| Briefing | Kunde | Ziel, Zielgruppe, Botschaft, Rahmen |
| Konzept | Agentur | Idee und Dramaturgie, wie das Ziel erreicht wird |
| Skript | Agentur | Gesprochener Text, Szenen, Einblendungen |
| Storyboard / Shotlist | Agentur | Bilder und Einstellungen in Reihenfolge |
| Drehplan | Agentur | Zeitplan des Drehtags, Orte, Personen |
Sie müssen also kein Drehbuch schreiben. Ihre Aufgabe ist, das Was und Warum zu klären – das Wie ist Aufgabe der Agentur.
Wie gebe ich das Budget im Briefing an?
Viele lassen das Budget weg, aus Sorge, dann wird es ausgereizt. Das Gegenteil passiert: Ohne Rahmen schlägt jede Agentur etwas anderes vor, und die Angebote sind nicht vergleichbar. Geben Sie eine Spanne an. Welche Spannen in Berlin üblich sind und wovon die Kosten abhängen, erklären wir in Imagefilm erstellen lassen in Berlin.
Wie formuliere ich die Kernbotschaft?
Die Kernbotschaft ist ein Satz aus Sicht der Zielgruppe, nicht aus Sicht des Unternehmens. Vergleich:
- Schwach: „Wir sind ein innovativer, kundenorientierter Familienbetrieb.“
- Stark: „Ihre Küche ist in drei Wochen fertig – mit festem Termin.“
Faustregel: Ein Video, eine Botschaft. Wer fünf Botschaften unterbringen will, plant besser mehrere kurze Videos. Wie man Inhalte über Wochen verteilt, zeigt Content-Plan für Social Media erstellen.
Checkliste: Ist mein Briefing vollständig?
- Das Ziel ist messbar formuliert (Anfragen, Bewerbungen, Buchungen).
- Die Zielgruppe ist konkret beschrieben, nicht „alle“.
- Es gibt genau eine Kernbotschaft pro Video.
- Kanäle und Formate (Hoch- oder Querformat) stehen fest.
- Anzahl und Länge der Videos sind angegeben.
- Es gibt mindestens zwei Beispielvideos mit Begründung.
- Ein Budgetrahmen ist genannt.
- Deadline und mögliche Drehtage stehen fest.
- Personen vor der Kamera sind informiert und einverstanden.
- Eine Person für Freigaben ist benannt.
Typische Fehler im Briefing
- Zu viele Ziele. Bekanntheit, Recruiting und Verkauf in einem Video – das funktioniert selten.
- „Zielgruppe: alle“. Ohne konkrete Zielgruppe gibt es keine klare Ansprache.
- Kein Budget. Angebote werden unvergleichbar.
- Zu viele Entscheider. Fünf Personen geben Feedback, jede in eine andere Richtung.
- Format vergessen. Ein Querformat-Film lässt sich nicht ohne Weiteres in gute Reels verwandeln. Mehr zur Planung: Ein Drehtag, Content für einen Monat.
- Deadline ohne Puffer. Planen Sie Zeit für Feedback und Korrekturen ein.
So arbeiten wir bei Digimark
Digimark ist eine Agentur für Video, Social Media und Werbung im District One in Berlin-Schöneberg. Wir arbeiten auf Deutsch, Englisch und Türkisch.
- Briefing-Gespräch: Sie müssen kein fertiges Dokument mitbringen. Wir gehen die 12 Punkte gemeinsam durch, kostenlos.
- Angebot: Auf Basis des Briefings erhalten Sie ein Angebot mit klar beschriebenem Umfang, ohne Festpreise von der Stange.
- Konzept und Skript: Wir schreiben Konzept, Skript und Shotlist und holen Ihre Freigabe ein.
- Drehtag: meist fünf bis zehn Stunden vor Ort, mit Material für mehrere Formate.
- Schnitt: Die ersten Videos sind meist ein bis zwei Werktage nach dem Dreh fertig.
Mehr zu unserer Video- und Fotoproduktion. Für Ihren Vergleich mehrerer Anbieter hilft außerdem unsere Checkliste zur Agentur-Auswahl.
Nächster Schritt: Sie möchten Ihr Briefing gemeinsam ausfüllen? Kostenloses Strategiegespräch buchen
Häufige Fragen
Was gehört in ein Briefing für eine Videoproduktion?
Unternehmen, Ziel, Zielgruppe, Kernbotschaft, Kanäle und Formate, Anzahl und Länge, Tonalität, Inhalte und Drehorte, Beispielvideos, Budgetrahmen, Termine und eine Ansprechperson für Freigaben.
Wie lang sollte ein Video-Briefing sein?
Ein bis zwei Seiten reichen. Wichtiger als die Länge ist, dass Ziel, Zielgruppe, Botschaft, Budget und Termin klar sind.
Muss ich das Skript selbst schreiben?
Nein. Das Briefing kommt vom Kunden, Konzept, Skript und Storyboard entwickelt die Agentur daraus und legt sie zur Freigabe vor.
Sollte ich das Budget im Briefing nennen?
Ja. Ohne Budgetrahmen schlägt jede Agentur etwas anderes vor und die Angebote sind nicht vergleichbar. Eine Spanne genügt.
Was ist der Unterschied zwischen Briefing und Storyboard?
Das Briefing beschreibt Ziel und Rahmen des Videos. Das Storyboard zeigt Bild für Bild, wie das Video umgesetzt wird, und wird von der Agentur erstellt.
Wie viele Korrekturschleifen sind üblich?
Meist sind ein bis zwei Korrekturschleifen im Angebot enthalten. Ein klares Briefing und eine einzige Person für Freigaben halten die Zahl niedrig.



