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Content-Plan für Social Media erstellen: Vorlage und Anleitung für einen Monat (2026)

Content-Plan für Social Media erstellen: Anleitung in 6 Schritten, Themen-Säulen, Monatsvorlage als Tabelle, empfohlene Frequenz und typische Fehler – für Unternehmen in Berlin.

Digimark GmbH 4. November 2026·9 Min. Lesezeit
Zwei Personen planen Social-Media-Inhalte an einem Holztisch, an der Wand hängen Fotos und Notizzettel
Das Wichtigste auf einen Blick Ein Content-Plan legt fest, was, wann, wo, in welchem Format und von wem veröffentlicht wird. Drei bis fünf Themen-Säulen sorgen dafür, dass Ihnen die Ideen nicht ausgehen. Für viele kleine Unternehmen sind drei Beiträge pro Woche plus Stories ein realistischer Start. Wer die Inhalte für einen Monat an einem Tag produziert, spart Zeit und bleibt regelmäßig. Einmal im Monat auswerten: Speicherungen, geteilte Beiträge und Anfragen zählen mehr als Likes.

Ein Content-Plan (auch Redaktionsplan) legt fest, welche Inhalte Sie wann, auf welchem Kanal, in welchem Format und durch wen veröffentlichen. So erstellen Sie ihn: Ziel und Zielgruppe festlegen, drei bis fünf Themen-Säulen bestimmen, eine realistische Frequenz wählen, den Monat in eine Tabelle eintragen, die Inhalte gebündelt produzieren und am Monatsende auswerten. Eine einfache Tabelle reicht – wichtiger als das Tool ist, dass jede Zeile ein Datum, ein Format und eine verantwortliche Person hat.

Diese Anleitung führt Sie in sechs Schritten zu einem Plan für einen ganzen Monat, mit Vorlage, Beispielen und den häufigsten Fehlern.

Warum braucht ein Unternehmen einen Content-Plan?

Ohne Plan passiert Social Media meist dann, wenn gerade Zeit ist – also selten und unregelmäßig. Ein Plan bringt vier Vorteile:

  • Regelmäßigkeit: Profile, die verlässlich posten, wirken aktiver und vertrauenswürdiger.
  • Weniger Stress: Niemand muss morgens überlegen, was heute gepostet wird.
  • Bessere Inhalte: Themen, Fotos und Videos lassen sich gebündelt vorbereiten.
  • Messbarkeit: Am Monatsende sehen Sie, welche Themen Anfragen gebracht haben.

Die Reichweite ist da: Laut ARD/ZDF-Medienstudie 2025 nutzen 40 Prozent der Menschen ab 14 Jahren in Deutschland Instagram mindestens wöchentlich, Facebook kommt auf 31 und TikTok auf 20 Prozent.

Schritt 1: Ziel und Zielgruppe festlegen

Schreiben Sie in einem Satz auf, was Social Media bringen soll: „mehr Terminanfragen von Firmenkunden in Berlin“, „Bewerbungen für zwei offene Stellen“ oder „mehr Gäste unter der Woche“. Beschreiben Sie dann die Zielgruppe: Wer ist das, welche Fragen hat sie, auf welchem Kanal ist sie unterwegs? Davon hängt alles Weitere ab.

Schritt 2: Drei bis fünf Themen-Säulen bestimmen

Themen-Säulen sind wiederkehrende Kategorien. Sie verhindern, dass Ihnen die Ideen ausgehen, und sorgen für Abwechslung. Ein Beispiel für ein Café in Berlin:

SäuleBeispiele
Produktneue Kuchen, saisonale Getränke, wie der Kaffee geröstet wird
MenschenTeam-Porträts, Stammgäste (mit Einwilligung), Lieferanten
Hinter den KulissenBackstube um 6 Uhr, Aufbau, Reinigung
WissenFilterkaffee oder Espresso, Bohnen richtig lagern
Angebote & EventsMittagstisch, Lesungen, Öffnungszeiten an Feiertagen

Und ein Beispiel für ein B2B-Dienstleistungsunternehmen:

SäuleBeispiele
Expertisehäufige Kundenfragen, Mythen, kurze Erklärvideos
ProjekteVorher-nachher, Ablauf eines Auftrags (ohne vertrauliche Details)
TeamWer macht was, neue Kolleginnen und Kollegen
UnternehmenWerte, Arbeitsweise, Standort
Recruitingoffene Stellen, Arbeitsalltag

Schritt 3: Frequenz und Formate wählen

Planen Sie nur so viel, wie Sie dauerhaft schaffen. Lieber drei gute Beiträge pro Woche über ein Jahr als zehn pro Woche für einen Monat.

KanalRealistischer StartFormate
Instagram3 Beiträge pro Woche + Stories an ArbeitstagenReels, Karussells, Stories
TikTok2–3 Videos pro WocheKurzvideos im Hochformat
LinkedIn1–2 Beiträge pro WocheText mit Bild, Dokumente, kurze Videos
Facebook2 Beiträge pro Woche (oft gespiegelt von Instagram)Videos, Bilder, Veranstaltungen
Google-Unternehmensprofil1 Beitrag pro WocheAngebote, Neuigkeiten, Fotos

Mischen Sie Formate: Reels für Reichweite, Karussells für Wissen, Stories für den Alltag.

Schritt 4: Den Monat in eine Tabelle eintragen

So kann eine Woche aussehen:

TagKanalFormatSäuleThemaVerantwortlichStatus
MontagInstagramReelHinter den KulissenBackstube am MorgenTeamproduziert
MittwochInstagramKarussellWissen5 Fragen zum SauerteigAgenturin Arbeit
FreitagInstagram, FacebookReelProduktHerbstkuchenTeamgeplant
täglichInstagramStoryAngeboteMittagstischTeamlaufend

Eine Tabelle in Google Sheets oder Excel reicht völlig. Hilfreich sind zusätzliche Spalten für Bildidee, Text, Hashtags und Freigabe.

Schritt 5: Inhalte gebündelt produzieren

Der größte Zeitfresser ist, für jeden Beitrag einzeln zu fotografieren oder zu filmen. Effizienter ist ein fester Produktionstag pro Monat, an dem alle Videos und Fotos entstehen. Dafür braucht es Skripte und einen Drehplan, damit an einem Tag Material für vier Wochen zusammenkommt. Wie das abläuft, zeigt Ein Drehtag, Content für einen Monat. Für spontane Clips zwischendurch helfen unsere 12 Tipps für Smartphone-Videos.

Schritt 6: Auswerten und anpassen

Schauen Sie sich einmal im Monat diese Kennzahlen an:

KennzahlWas sie zeigt
SpeicherungenDer Inhalt war nützlich
Geteilte BeiträgeDer Inhalt war es wert, weitergegeben zu werden
Kommentare und NachrichtenGespräch und Interesse
Profilaufrufe und Link-KlicksInteresse am Unternehmen
Anfragen, Buchungen, BewerbungenGeschäftlicher Erfolg

Reichweite allein sagt wenig. Behalten Sie, was zu Anfragen führt, und ersetzen Sie Themen, die niemanden interessieren.

Typische Fehler beim Content-Plan

  • Zu ehrgeizig starten. Täglich posten und nach drei Wochen aufhören.
  • Nur Werbung. Wer nur Angebote postet, verliert Aufmerksamkeit. Nützliches und Persönliches gehört dazu.
  • Kein Verantwortlicher. Ohne Namen in der Spalte „Verantwortlich“ passiert nichts.
  • Jeden Beitrag einzeln produzieren. Kostet die meiste Zeit.
  • Nicht auswerten. Ohne Rückblick wiederholt man, was nicht funktioniert.
  • Kommentare ignorieren. Antworten gehört zum Plan, nicht nur das Posten.

Content-Plan selbst machen oder mit Agentur?

Wenn ein Teammitglied pro Woche einige Stunden Zeit hat, ist ein eigener Plan gut machbar. Fehlt die Zeit oder das Know-how für Video, übernimmt eine Social-Media-Agentur Planung, Produktion, Veröffentlichung und Community-Management. Was dazugehört, lesen Sie in Was eine Social-Media-Agentur für Ihr Geld wirklich leistet.

So arbeiten wir bei Digimark

Digimark ist eine Agentur für Video, Social Media und Werbung im District One in Berlin-Schöneberg. Wir arbeiten auf Deutsch, Englisch und Türkisch.

  • Briefing: Ziele, Angebote und Termine des nächsten Monats.
  • Content-Plan und Skripte: Wir planen die Themen-Säulen, schreiben die Skripte und legen jeden Beitrag in einen Kalender, den Sie vorab sehen.
  • Drehtag vor Ort: meist fünf bis zehn Stunden, danach haben wir Material für den ganzen Monat.
  • Schnitt: Die ersten Videos sind meist ein bis zwei Werktage nach dem Dreh fertig, mit Untertiteln.
  • Veröffentlichung und Community: Wir posten nach Plan und betreuen Kommentare und Nachrichten. Nichts geht ohne Ihre Freigabe online.
  • Monatsreport: verständlich, mit dem, was veröffentlicht wurde, wen es erreicht hat und welche Anfragen kamen.

Mehr dazu auf unserer Seite Social Media Management.

Nächster Schritt: Sie möchten einen fertigen Content-Plan für den nächsten Monat? Kostenloses Strategiegespräch buchen

Häufige Fragen

Was gehört in einen Content-Plan für Social Media?

Datum, Kanal, Format, Themen-Säule, Thema und die verantwortliche Person. Hilfreich sind außerdem Bildidee, Text, Hashtags, Freigabe und Status.

Wie oft sollte ein Unternehmen auf Instagram posten?

So oft, wie es dauerhaft durchzuhalten ist. Für viele kleine Unternehmen sind drei Beiträge pro Woche plus Stories an Arbeitstagen ein realistischer Start.

Welches Tool eignet sich für einen Content-Plan?

Eine Tabelle in Google Sheets oder Excel reicht. Für Teams eignen sich Planungstools wie Meta Business Suite, Later oder Notion.

Wie weit im Voraus sollte man Social-Media-Inhalte planen?

Ein Monat ist ein guter Rhythmus: lang genug, um Inhalte gebündelt zu produzieren, kurz genug, um auf Aktuelles zu reagieren.

Was sind Themen-Säulen?

Wiederkehrende Kategorien wie Produkt, Menschen, Hinter den Kulissen, Wissen und Angebote. Sie sorgen für Abwechslung und verhindern, dass Ihnen die Ideen ausgehen.

Welche Kennzahlen zeigen, ob Social Media funktioniert?

Speicherungen, geteilte Beiträge, Kommentare, Profilaufrufe, Link-Klicks und vor allem Anfragen, Buchungen oder Bewerbungen. Reichweite allein sagt wenig.

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